Flößerei in Sachsen-Anhalt. Ein wiederbelebtes Handwerk auf dem Weg zur UNESCO-Anerkennung als »Immaterielles Kulturerbe der Menschheit«.

Hg. von Christian Marlow für den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.
Beiträge zur regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts | Band 73
Halle (Saale) 2022
ISBN: 978-3-949093-03-6
10,00 €


Die Flößerei spielte in der Lebenswirklichkeit der Menschen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Sie versorgte die Städte und Dörfer an den großen und kleinen Strömen Sachsen-Anhalts mit Brenn- und Bauholz und gab vielen Men­schen Lohn und Brot. Die Dachbalken des Magdeburger Domes wurden zum Beispiel von Böhmen aus auf der Elbe in die heutige Landeshauptstadt geflößt.

Die Eisenhütten im Harz (Ilsenburg, Thale) und die Saline in Staßfurt wurden mit Scheitholz aus dem Harz versorgt. Die Flößerei schuf zudem große, technische Bau­werke wie das Elsterfloßgrabensystem, das bis heute die Kultur- und Naturlandschaft im Süden Sachsen-Anhalts prägt. Die Flößerei ist seit 2014 in das bundesweite Ver­zeich­nis des Immateriellen Kulturerbes bei der Deutschen UNESCO-Kommission eingetragen. Unter den drei Schlagworten des Immateriellen Kulturerbes – »Wissen, Können und Weitergeben« – veranstaltete der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. am 26. Oktober 2019 im Technikmuseum Magdeburg eine Tagung zur Flößerei in Sachsen-Anhalt, deren Vorträge in diesem Tagungsband zusammengestellt sind. Seit 2021 ist die Flößerei durch Deutschland, Tschechien, Österreich, Lettland, Polen und Spanien für die repräsentative UNESCO-Liste als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit nominiert.

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    Friedrich Zollinger. Baumeister der Moderne

    Hg. von John Palatini und Christine Schlott für den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.
    Mit Fotografien von Matthias Behne
    Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts, Band 72
    Halle (Saale) 2022
    ISBN: 978-3-949093-02-9
    15,00 €


    Friedrich Zollinger (1880 –1945), Architekt und Stadtplaner, wurde im Dezember 1918 als Stadtbaurat nach Merseburg berufen. In einer Zeit akuter Wohnungsnot brachte er an seiner neuen Wirkungsstätte zwei innovative Verfahren zur Anwendungsreife, die schnell als Zollbau Bekanntheit erlang­ten. Dabei handelte es sich um ein Schüttbeton­verfahren unter Einsatz wiederverwendbarer Schalungsteile sowie eine aus kurzen Holzbrettern zusammengesetzte Dachkonstruktion.

    Zollingers Prämissen hießen Kostensenkung und zügiger Baufortschritt durch Standardisierung, Materialeffizienz, Vorfertigung und leichte Mon­tage. In kürzester Zeit entstanden in Merseburg, aber auch in zahl­reichen anderen Städten Deutschlands sowie weltweit in Zollbauweise ausgeführte Wohnhäuser, Groß- und Hallenbauten sowie Kirchen.

    Zollingers Leistungen in Merseburg, aber auch die Verbreitung des Zoll­baus weit über die Stadt hinaus, stellen sich in der Rückschau als bedeu­tender Beitrag zum sozialen Wohnungsbau dar. Dabei ist insbesondere die von ihm entwickelte Dachkonstruktion eine ingenieurtechnische Meisterleistung, die bis heute zu faszinieren vermag und die als gewich­tiger Beitrag zum Bauen in der Moderne Anerkennung verdient.

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