Freie Plätze: Erinnerungs- und Gedenkorte im südlichen Sachsen-Anhalt

Für die Exkursion am 28. April 2018 nach
Lützen
: Gustav-Adolf-Gedenkstätte (Dreißigjähriger Krieg)
Kaja und Großgörschen: Schlachtfeld, Feldherrenhügel, Grabmale, Gedenk- und Huldigungssteine (Befreiungskriege)
Reichardtswerben: Diorama der Schlacht bei Roßbach (Siebenjähriger Krieg)
Freyburg/Unstrut: Erinnerungsturnhalle, Ehrenhalle und Museum für Friedrich Ludwig Jahn, Gefallenen- und Kriegerdenkmal vor der Stadtkirche St. Marien
sind noch Plätze frei! Sie können sich noch bis 20.04.2018 anmelden.
E-Mail: info@lhbsa.de, Fax: 0345 29 28 620, Flyer 

Abfahrt: Busbahnhof Halle (Saale) um 9.00 Uhr
Rückkehr: Busbahnhof Halle (Saale) ca. 17.30 Uhr

Leitung: Prof. Dr. Günther Schönfelder, Mitglied im Arbeitskreis Kulturlandschaft des LHB

Giebelseite der Friedrich-Ludwig-Jahn-Erinnerungsturnhalle über der alten Grabstätte mit der Büste Jahns, Foto: J.Palatini

Im Bemühen um die heimatkundliche Arbeit, wobei traditionell Denkmalpflege, Landschaftspflege sowie Orts- und Regionalgeschichte ihre tragenden Säulen darstellen, nehmen gegenwärtige und reliktische Elemente unserer Kulturlandschaft, darunter besonders Denkmäler unterschiedlichster Art, einen bedeutenden Platz ein.
Diese Landschaftselemente aus Holz, Stein und Metall sind zumeist Ereignissen und Personen gewidmet. Sie zeugen zum einen von der jeweiligen Erinnerungskultur, welche zu deren Errichtung geführt hat. Zum anderen besitzen sie einen gewissen historischen Wert und somit (kunst-) historische Bedeutung. Zu diesen Memorialzeichen gehören ebenfalls Ereignis- oder gar Tatorte unterschiedlicher Raumgröße, die im freien wie gebauten Landschaftsraum ausgewiesen sowie durch entsprechende Bauwerke und Erinnerungstafeln markiert sind.
Die Zeit ab 1800 kennzeichnet sich durch die Errichtung von Stätten der Erinnerung zunächst an kriegerische Ereignisse, so der Befreiungskriege um 1813, an die Kriege auf dem Weg zur Reichsgründung 1864, 1866, 1870/71 sowie an historische Persönlichkeiten (z.B. an Luther 1821 in Wittenberg, an Francke 1829 sowie an Händel 1859 in Halle/Saale), denen Monumente zeitgeschichtliche Herrscher (Wilhelm I. und II., Bismarck) folgten.
Noch bis zur frühen Neuzeit waren Denkmalsetzungen nur Herrschern, Administratoren und Feldherren vorbehalten, hernach spielte bis in die Gegenwart bürgerschaftliches Engagement bei der Errichtung vieler beeindruckender Standbilder eine wichtige Rolle. Die Denkmäler waren sodann den verheerenden Folgen des Ersten und Zweiten Weltkrieges gewidmet. In nahezu jeder Ortschaft lassen sich derartige, mehr oder weniger gut erhaltene, manchmal durch Umnutzung weit älterer Kult- und Memorialsteine entstandene Denkmäler finden.

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